Laufband-Infos
Das Laufband 
Worauf Sie beim Laufbandtest und Kauf unbedingt achten sollten
1. Motorleistung
Die maximale Geschwindigkeit hängt maßgeblich von der Motorleistung ab. Einige Hersteller bieten Modelle mit 1,75 PS und bis zu 16 km/h an. Diese Geschwindigkeit wird jedoch nur ohne Belastung erreicht.
Empfehlungen zur Motorleistung:
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Bis ca. 1,75 PS: geeignet für Walking und leichtes Joggen.
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Ab 2 PS: für regelmäßiges Joggen geeignet.
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Noch stärker: optimal für ambitioniertes Training, Intervallläufe und hohe Nutzungsfrequenz.
Praxis-Tipp:
Bei 2 km/h leicht auf die Handläufe stützen und versuchen, den Laufgurt zu stoppen. Ein gutes Laufband hält diesem Test stand.
2. Die richtige Lauffläche
Die Größe der Lauffläche ist entscheidend für Komfort und Sicherheit.
Empfehlungen:
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Mindestens 45 x 130 cm: für Walken und moderates Tempo.
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Mindestens 48 x 150 cm: für Geschwindigkeiten über 8 km/h und für größere Schrittweiten.
Zu kleine Laufflächen können das Training unsicher machen – besonders bei höherem Tempo.
3. Dämpfungssystem
Viele Hersteller werben mit speziellen Dämpfungsbezeichnungen. Entscheidend ist jedoch das Prinzip: Eine flexible Laufplatte auf Gummipuffern.
Wichtig ist:
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Nicht zu hart: schont Gelenke und Wirbelsäule.
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Nicht zu weich: verhindert Überlastung der Sehnen und reduziert Ermüdung.
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Guter Laufschuh bleibt Pflicht.
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Dicker Laufgurt: bietet zusätzlichen Komfort.
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Verstellbare Dämpfung: möglich, aber nur dann sinnvoll, wenn der Preisrahmen passt.
Die beste Dämpfung orientiert sich an der Elastizität eines Waldbodens.
4. Sicherheit
Ein gutes Laufband muss folgende Sicherheitsfeatures haben:
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Not-Stopp / Reißleine: Pflicht im Heimbereich.
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Rutschfeste seitliche Trittflächen: idealerweise Aluminium mit Profil.
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GS- oder TÜV-Zertifizierung: garantiert Normkonformität.
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Sichere Abdeckungen: keine Möglichkeit, dass Finger oder Gegenstände eingezogen werden.
Achtung:
Kein Handtuch auf der Lehne ablegen – es kann zwischen Gurt und Walze eingezogen werden und das Laufband beschädigen.
5. Die Steigungsverstellung
Die Neigungsverstellung macht das Training realistischer und intensiver.
Empfehlung:
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Mindestens 0–10 % Steigung.
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Elektrische Verstellung: komfortabler und präziser.
Bei pulsgesteuerten Programmen wird Ihre Herzfrequenz über Steigung oder Geschwindigkeit reguliert.
6. Bedienung & Benutzerkomfort
Eine klare, übersichtliche Bedienoberfläche ist besonders wichtig.
Achten Sie auf:
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große, leicht erreichbare Tasten
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gut markierte Stopp-Funktion
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direkte Geschwindigkeitswahl über Schnellwahltasten
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logisch aufgebautes Cockpit
Bei höheren Geschwindigkeiten zählt jede Sekunde – Übersicht ist Sicherheit.
7. Trainingsprogramme
Mehr ist nicht immer besser.
Empfehlungen:
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6 Trainingsprofile sind vollkommen ausreichend
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Individuelle Speicherprogramme sind sehr sinnvoll
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Pulsgesteuerte Programme: die effektivste Trainingsmethode
Hier regelt Ihr Herz die Geschwindigkeit oder Steigung – für optimales Training im Zielbereich.
8. Pulsmessung
Eine Herzfrequenzkontrolle ist unverzichtbar.
Empfehlung:
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Brustgurt (telemetrisch): genaueste Messung
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Finger- oder Handpulsmessung: ungeeignet beim Laufen
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Ohrclips: nicht empfehlenswert
Nur mit exakter Messung trainieren Sie gesund und sicher.
9. Klappmechanismen
Für kleine Räume ideal, aber nicht immer optimal.
Empfehlungen:
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Klappbar: perfekt für Wohnungen – darauf achten, dass das Absenken gedämpft wird.
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Fester Rahmen: stabiler und langlebiger – empfehlenswert bei viel Platz und intensiver Nutzung.
Klappsysteme können durch zusätzliche Gelenke etwas wackeliger sein.
Fazit
Ein gutes Laufband sollte zu Ihren Trainingszielen, Ihrem Tempo, Ihrer Schrittgröße und Ihrer Nutzungsfrequenz passen. Wer ein robustes, leistungsfähiges und langlebiges Gerät sucht, sollte auf Motorleistung, Lauffläche, Stabilität, Dämpfung und Sicherheitsfunktionen achten.
Wir beraten Sie gerne persönlich und helfen Ihnen, das ideale Laufband für Ihre Bedürfnisse auszuwählen.